Klientenzeitung 2011-3Klientenzeitung 2011-3

Unternehmenserwerb bedeutet auch Haftungserwerb

Da in vielen Unternehmen eine Nachfolge innerhalb der Familie nicht mehr erfolgt, entschließen sich viele Unternehmer ihr Unternehmen an eine familienfremde Person zu verkaufen. Auch wenn es sich nicht immer um einen Fremden oder Konkurrenten, sondern um z.B. einen Mitarbeiter handelt, fällt es dem Unternehmer oft schwer, sich von einem „Lebenswerk“ zu trennen und die Verhandlungen gestalten sich entsprechend schwierig. Nichtsdestotrotz darf auf die Haftung, die der Erwerber übernimmt, nicht vergessen werden.

Vorsicht bei Arbeitsaufzeichnungen

Der Arbeitgeber hat zur Überwachung der Einhaltung der im Arbeitszeitgesetz geregelten Angelegenheiten in der Betriebsstätte Aufzeichnungen über die geleisteten Arbeitsstunden zu führen.

Aufzeichnungspflicht besteht für alle Betriebe, auch für Kleinbetriebe mit nur einem oder wenigen Mitarbeitern! Die Einhaltung der Aufzeichnungspflicht wird durch das Arbeitsinspektorat überprüft. Die Nichteinhaltung der Aufzeichnungspflicht oder mangelhafte Aufzeichnungen führen zu Strafsanktionen gegen den Arbeitgeber.

Neues von der SVA

Mehr Überblick soll die neu gestaltete Beitragsvorschreibung der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ihren Kunden bringen. Auch das Online-Service wurde ausgebaut. 

Neuer Kontoauszug

Mit dem 3. Quartal 2011 verschickt die SVA ihre Beitragsvorschreibungen mit einem neuen übersichtlicheren Kontoauszug. Ab sofort finden Sie zwei Blöcke auf dem Kontoauszug: die Saldenübersicht und die Buchungsübersicht. Bei beiden Blöcken zeigt die Gesamtsumme den offenen Betrag oder ein mögliches Guthaben.  

Dauerrechnungen bei Vermietungen richtig ausgestellt!

Vor allem bei Dauerschuldverhältnissen wie Miet-, Pacht-, Leasing- und Wartungsverträgen werden so genannte Dauerrechnungen, manchmal auch Anzahlungsrechnungen genannt, angewandt. Der Vorteil dabei ist, dass nicht für jedes Abrechnungsintervall eine eigene Rechnung ausgestellt werden muss. Wie auch bei anderen Rechnungen muss darauf geachtet werden, dass sie korrekt ausgestellt sind und alle notwendigen Merkmale enthalten, die zum Vorsteuerabzug berechtigen.

Neuerungen bei der Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten

Bereits seit dem 1.1.2009 können Eltern Aufwendungen, die bei der Betreuung von Kindern anfallen, in Form von Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend machen. Diese Kosten werden allerdings nicht automatisch berücksichtigt, sondern sind im Wege der Einkommen-steuererklärung bzw. Arbeitnehmerveranlagung als außergewöhnliche Belastung anzusetzen. Die Kosten für die Betreuung von Kindern sind bis zu einem Betrag von € 2.300,- pro Jahr und pro Kind abzugsfähig. Der Absetzbetrag steht bis zum vollendeten 10. Lebensjahres des Kindes zu.

© 2012 Mag. Andreas Valsky, LL.M., 2000 Stockerau