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Steuerabzugsverbot für bar bezahlte Bauleistungen auch bei Vermietung beachten

Abzugsverbot von bar bezahlten Bauleistungen

Bar bezahlte Ausgaben für beauftrage Bauleistungen, die pro Leistung den Betrag von € 500,- übersteigen, können seit 1.1.2016 nicht mehr gewinnmindernd und damit nicht mehr steuerlich geltend gemachte werden. Eine Barzahlung, die im Einzelfall € 500,- nicht übersteigt, ist vom Abzugsverbot nicht erfasst. Die Grenze von € 500,- bezieht sich auf die jeweils abzugeltende einzelne Leistung. Eine sachfremde und willkürliche Aufteilung einer einheitlichen Leistung zum Zweck, die genannte Grenze zu unterlaufen, kann die Anwendung der Bestimmung nicht verhindern.

Krankheit und Zeitausgleich

Ein bereits im Vorhinein vereinbarter Zeitausgleich wird durch Krankheit NICHT unterbrochen. Der oberste Gerichtshof verglich diese Situation mit der Erkrankung an einem arbeitsfreien Tag.

Zeitausgleich stellt eine bezahlte Freistellung von der Arbeitspflicht und somit Freizeit dar. Die Vereinbarung das erwirtschaftete Zeitguthaben in Form von Zeitausgleich abzubauen, hat zwar Entgeltcharakter, stellt aber nur eine andere Verteilung der Arbeitszeit dar.

So führen Sie ein ordnungsgemäßes Kassabuch

Kassenbücher sind das buchmäßige Abbild Ihrer Geschäftskasse. Sie beinhalten sämtliche Bargeldbewegungen (wie Einnahmen, Ausgaben, Einlagen, Entnahmen) Ihres Betriebs. Im Kassenbuch werden alle Bargeldvorgänge entsprechend der zeitlichen Reihenfolge ihres Entstehens aufgeführt.

Somit ist sichergestellt, dass Sie jederzeit einen rechnerischen Kassenbestand ermitteln können. Dieser Kassenbestand muss mit Ihrem tatsächlichen Bargeld-Kassenbestand übereinstimmen.

Elektronische Einreichung Jahresabschlusses per 30.9.2016

Die verpflichtende Form der elektronischen Einreichung beim Firmenbuchgericht hat für Jahresabschlüsse zum 31.12.2015 per 30.9.2016 zu erfolgen. Davon betroffen sind Kapitalgesellschaften und verdeckte Kapitalgesellschaften (insbesondere GmbH & Co KG), bei denen die Erlöse in den letzten zwölf Monaten vor dem Bilanzstichtag € 70.000,- überschritten haben. Bei entsprechenden Umsätzen unter € 70.000,- ist auch eine Einreichung in Papierform möglich. Keine Offenlegungspflicht besteht für Einzelunternehmer und „normale“ Personengesellschaften.

Die wichtigsten SV-Werte 2017 im Überblick

Die Sozialversicherungs-Werte werden Jahr für Jahr angepasst. Hier finden Sie eine Übersicht der voraussichtlichen Änderungen ab 2017:

Erleichterungen bei der Registrierkassenpflicht

Der Verfassungsgerichtshof konnte in der durchaus umstrittenen Registrierkassenpflicht keine Verfassungswidrigkeit erkennen. Nun ist es durch den Ministerrat doch noch zu Erleichterungen gekommen, welche besonders gemeinnützige Vereine, Vereinsfeste und die sogenannte „Kalte-Hände Regelung“ betreffen. Bekanntermaßen tritt die Registrierkassenpflicht grundsätzlich ein, wenn die jährlichen Umsätze mehr als € 15.000,- betragen und (davon) jährliche Barumsätze von mehr als € 7.500,- erzielt wurden.

Ausschluss der Energieabgabenvergütung für Dienstleistungsbetriebe verstößt gegen EU-Recht

Mit dem Budgetbegleitgesetz 2011 wurde die Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe eingeschränkt. Nachteilig von der Änderung betroffen waren dabei energieintensive Betriebe des Dienstleistungssektors wie etwa Einkaufszentren, Hotels oder Skiliftbetreiber, die durch diese Änderung die über den Selbstbehalt hinausgehende Erstattung der Energieabgaben verloren haben.

Steuertermine für Herabsetzungsanträge und Anspruchsverzinsung

Wie jedes Jahr gilt es folgende Fristen zum 30.September 2016 bzw. ab 1. Oktober 2016 zu beachten:

Frist für Vorsteuerrückerstattung aus EU-Mitgliedstaaten für das Jahr 2015

Am 30. September 2016 endet die Frist für österreichische Unternehmer, die Vorsteuern des Jahres 2015 in den EU-Mitgliedstaaten zurückholen wollen. Die Anträge sind dabei elektronisch über FinanzOnline einzureichen. Die österreichische Finanzverwaltung prüft den Antrag auf Vollständigkeit und Zulässigkeit und leitet diesen an den zuständigen Mitgliedstaat weiter. Eine Vorlage der Originalbelege (bzw. Kopien davon) ist im elektronischen Verfahren nicht vorgesehen, außer das erstattende Land fordert dies gesondert an.

Wahlrecht zur Verbesserung der Eigenkapitalquote durch Rückdeckungsversicherungen ab 2016

Die österreichischen Unternehmen weisen in ihren Bilanzen zum Teil erhebliche Pensions- und Abfertigungsrückstellungen aus. Bereits bislang konnten Unternehmen daraus resultierende Risiken durch den Abschluss von Rückdeckungsversicherungen auslagern. Eine Aufrechnung der bilanzierten Verpflichtungen mit den Ansprüchen aus den Rückdeckungsversicherungen war bis Ende 2015 in den unternehmensrechtlichen Jahresabschlüssen – anders als nach internationalen Bilanzierungsstandards - nicht zulässig.

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© 2012 Mag. Andreas Valsky, LL.M., 2000 Stockerau