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Änderungen in der Sozialversicherung für 2012

Wie jedes Jahr möchten wir Ihnen auch heuer wieder die neuen SV-Werte bekannt geben. Die aktuellen Werte und die Werte für 2012 entnehmen Sie der untenstehenden Tabelle.

Weiters kam es auch zu einer Anpassung der Grenzwerte für den Wegfall bzw. die Reduktion der Arbeitslosenversicherungsbeiträge bei geringem Einkommen.

Demzufolge gelten für das Jahr 2012 folgende Werte:

Italienische UID-Nummern prüfen

Italienische Umsatzsteuer-Nummern gelten nicht mehr automatisch als UID-Nummern. Prüfen Sie daher die UID-Nummern Ihrer italienischen Geschäftspartner. 

Eine entsprechende italienische Verordnung vom 29.12.2010 verlangt, dass die USt-Nummer nur durch ein ausdrückliches Genehmigungsverfahren zur UID-Nummer wird. Nur für bestehende Unternehmen mit umsatzsteuerlicher Registrierung in Italien gibt es Erleichterungen: 

Umsatzsteuer 2012: nur kleine Änderungen

Mit 1. August 2011 wurde das Abgabenänderungsgesetz beschlossen. Es bringt im Bereich der Umsatzsteuer nur kleine Änderungen. Hier ein Überblick: 

Alleinverdienerabsetzbetrag – absetzbare Kinderbetreuungskosten – Grundbuch- Eintragungsgebühr

Streichung des Alleinverdienerabsetzbetrages für Paare ohne Kinder ist zulässig 

Der Verfassungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 29. September 2011 (G 27/11‑7) entschieden, dass die Streichung des Alleinverdienerabsetzbetrages für (Ehe‑)Partner ohne Kinder durch das Budgetbegleitgesetz 2011 nicht dem Gleichheitssatz bzw. dem Vertrauensschutz widerspricht. 

Teure Verzugszinsen bei der Krankenkasse

Beitragsrückstände können teuer werden. Seit Anfang 2011 verrechnen die Gebietskrankenkassen 8,38 % pro Jahr an Zinsen. Besonders hart trifft dies Unternehmen nach einer Lohnabgabenprüfung. 

Beitragsrückstände kosten ab 2011 den Basiszinssatz plus 8 Prozentpunkte. Damit zahlen Sie in 2011 8,38 % pro Jahr – und das auch für offene Beiträge aus Vorjahren. Damit fallen für Nachzahlungen aus einer GPLA (Gemeinsame Prüfung lohnabhängiger Abgaben) Verzugszinsen in beträchtlicher Höhe an. 

Unternehmenserwerb bedeutet auch Haftungserwerb

Da in vielen Unternehmen eine Nachfolge innerhalb der Familie nicht mehr erfolgt, entschließen sich viele Unternehmer ihr Unternehmen an eine familienfremde Person zu verkaufen. Auch wenn es sich nicht immer um einen Fremden oder Konkurrenten, sondern um z.B. einen Mitarbeiter handelt, fällt es dem Unternehmer oft schwer, sich von einem „Lebenswerk“ zu trennen und die Verhandlungen gestalten sich entsprechend schwierig. Nichtsdestotrotz darf auf die Haftung, die der Erwerber übernimmt, nicht vergessen werden.

Vorsicht bei Arbeitsaufzeichnungen

Der Arbeitgeber hat zur Überwachung der Einhaltung der im Arbeitszeitgesetz geregelten Angelegenheiten in der Betriebsstätte Aufzeichnungen über die geleisteten Arbeitsstunden zu führen.

Aufzeichnungspflicht besteht für alle Betriebe, auch für Kleinbetriebe mit nur einem oder wenigen Mitarbeitern! Die Einhaltung der Aufzeichnungspflicht wird durch das Arbeitsinspektorat überprüft. Die Nichteinhaltung der Aufzeichnungspflicht oder mangelhafte Aufzeichnungen führen zu Strafsanktionen gegen den Arbeitgeber.

Dauerrechnungen bei Vermietungen richtig ausgestellt!

Vor allem bei Dauerschuldverhältnissen wie Miet-, Pacht-, Leasing- und Wartungsverträgen werden so genannte Dauerrechnungen, manchmal auch Anzahlungsrechnungen genannt, angewandt. Der Vorteil dabei ist, dass nicht für jedes Abrechnungsintervall eine eigene Rechnung ausgestellt werden muss. Wie auch bei anderen Rechnungen muss darauf geachtet werden, dass sie korrekt ausgestellt sind und alle notwendigen Merkmale enthalten, die zum Vorsteuerabzug berechtigen.

Neuerungen bei der Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten

Bereits seit dem 1.1.2009 können Eltern Aufwendungen, die bei der Betreuung von Kindern anfallen, in Form von Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend machen. Diese Kosten werden allerdings nicht automatisch berücksichtigt, sondern sind im Wege der Einkommen-steuererklärung bzw. Arbeitnehmerveranlagung als außergewöhnliche Belastung anzusetzen. Die Kosten für die Betreuung von Kindern sind bis zu einem Betrag von € 2.300,- pro Jahr und pro Kind abzugsfähig. Der Absetzbetrag steht bis zum vollendeten 10. Lebensjahres des Kindes zu.

Frist 30. September – Jahresabschluss zum Firmenbuchgericht

Der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft muss spätestens neun Monate nach Bilanzstichtag beim zuständigen Firmenbuchgericht offengelegt werden. Sonst drohen saftige Strafen. 

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© 2012 Mag. Andreas Valsky, LL.M., 2000 Stockerau